Ragan Arnold
Atelier für Glas

Farbglasbecher Vasen Schalen

Ragan Arnold
Lenzhalde 31
D-73732 Esslingen

Atelier
Wasenstr. 4
D-73666 Baltmannsweiler - Hohengehren

Öffnungszeiten (fast) jederzeit nach Vereinbarung!
Lageplan (pdf: 37,7 kB)

Telefon 0049-711-37 57 25
mobil 0049-160 12 488 02

Anfragen und Kommentare gerne an:
email: ragan-arnold@web.de

neue Termine

9. - 17. Juni 2017: Pfingst-Glaskampagne, Atelier Hohengehren
  Sa 10.6.,So 11.6.,Fr 16.6. und Sa 17.6. jeweils von 10 - 17 Uhr: Offenes Atelier
  mit Ausstellung und Glasofenbetrieb,   einschließlich der Möglichkeit selber Glas zu machen, näheres hier (.pdf; 68,5kB)
  sonstige Öffnungszeiten, wie gesagt, (fast) jederzeit gerne nach Vereinbarung!

zur Materie und Person

Die Objekte, Gläser, Vasen und Schalen sind durchweg alle Unikate, keines ist wie das andere, auch bei den Kleinserien bleibt die Individualität der einzelnen Stücke ein typisches Merkmal bis hin zu den kleinen "Fehlern", Luftblasen und Einschlüssen, die aber die Alltagstauglichkeit in keiner Weise einschränken sondern im Gegenteil als originären Hinweis auf die Entstehungsbedingungen gelten.
Sie sind durchweg Mund geblasen und frei geformt mit einfachen Werkzeugen, die sich im Prinzip über die Jahrtausende nicht verändert haben.
Aus dem freien Spiel mit der zähen, langsam erstarrenden Flüssigkeit entstehen individuelle Gebilde; Körper, die aus dem reichen Repertoire schöpfen, die eine Blase als eine der grundlegenden elementaren Formen bietet.

Glasmachen– ein Handwerk mit langer Tradition

Der handwerkliche Arbeitsprozess mit dem zähen, langsam erstarrenden Glas beruht auf Techniken, die bereits in der Antike entwickelt wurden und seit dem Mittelalter auch hier in unserer Gegend weite Verbreitung hatten und bis heute Bestand haben.

Glas - ein besonderer Werkstoff

Für den Physiker ist es der Zustand als unterkühlte Flüssigkeit, der es erlaubt auf Grund der hohen Viskosität mit der eingeblasenen Luft gegen die Oberflächenspannung seifenblasenartige Hohlkörper entstehen zu lassen. Diese Blase bietet als elementare Körperform ein grundlegendes Repertoire für einen Formenschatz, der vielfältigen Möglichkeiten dient. Die wichtigsten Werkzeuge sind ein Schmelzofen, in dem das Glas dauernd auf über 1000°C gehalten wird, die Glasmacherpfeife, die ständig in Bewegung gehalten werden muss und die Schwerkraft, die zusammen mit der eingeblasenen Luft die zentrale formgebende Kraft darstellt, die auf das heiße Glas wirkt und es sich dieses zu nutzen zu machen gilt.
Offene Gefäße entstehen ebenso aus einer zunächst geschlossenen Form. Am Boden angeheftet, abgetrennt von der Pfeife, lässt sich die Lippe wieder erwärmen und auftreiben. Am Ende muss jedes Stück um Spannungen abzubauen und Sprünge zu verhindern in einem sorgfältigen Kühlprozess langsam auf Raumtemperatur gebracht werden.
Die vielfältigen und leuchtenden Farben der Gläser entstehen schon durch geringe Zugaben von Metalloxiden zum Gemenge beim Erschmelzen der Gläser aus ihren Rohstoffen. Kompatibilität vorausgesetzt, ermöglichen dann diese Farbgläser unterschiedlichste Kombinationen untereinander und mit dem grundlegenden Kristallglas aus dem Schmelzofen.

Glas – ein künstlerisches Material

Lange Zeit war das Material Glas an Industrie und Gewerbe gebunden, wurde jedoch in den letzten Jahrzehnten zunehmend als künstlerisches Medium wieder entdeckt. An der Kunstakademie Stuttgart, einer der wenigen künstlerischen Ausbildungsstätten für Glas in Deutschland wurde schon von Prof. H.G.v. Stockhausen in den 70'er die Glasmalerei zum autonomen Glasbild weiterentwickelt, 10 Jahre später ergänzt mit dem regelmäßigen Betrieb eines Glasschmelzofens unter Leitung von J.F. Zimmermann als offener Experimentierraum für Studenten der unterschiedlichsten Studienrichtungen.

Ragan Arnold

Ragan Arnold ist als bildender Künstler, Bildhauer und Glasgestalter, u.a. mit Lehrauftrag an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, tätig. Er arbeitet hauptsächlich mit Glas, heiß geblasen oder im Ofen gegossen, oft auch in Verbindung mit anderen Materialien und Techniken. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Art, wie sich die Ideen und inneren Bilder verändern und transformieren, wenn sie den starken material- und prozessimmanenten formbildenden Kräften der konkreten Ausführung ausgesetzt sind.
Jahrgang 1962, hat er seinen künstlerischen Werdegang an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart begonnen. Nach dem Studienabschluss 1992 setzte er ihn im Atelier im Friedelareal, Stgt. – Bad Cannstatt fort, gefördert durch ein mehrjähriges Stipendium. Seit 2010 findet er den Raum für kreative Entwicklung sowohl künstlerischer Projekte wie handwerklicher Produktion in seiner Werkstatt auf dem Schurwald.

Berichte aus der Werkstatt

oder was man eben so erleben kann, wenn man einmal damit anfängt - ob nun zur Abschreckung oder als Anregung bleibt den Lesern überlassen ...

Bilder aus dem Atelier

am Ofen beim Glasmachen am alten Ofen
am Ofen Farben, die man halt so braucht, ...
am Ofen wenn man nicht seine eigenes Farbglas schmelzen will,
am Ofen aber dafür hat man dann seine Auswahl.
am Ofen die Glasschleiferei
am Ofen der neue Glasschmelzofen
am Ofen eigentlich eine alte Idee, die Rekuperation...
am Ofen aber der alte Ofen hat immerhin 6 Jahre gehalten
am Ofen der neue musste nur noch eingepackt werden
am Ofen bis er endlich wieder warm sein darf